Home Blog erstellt am: : 14/11/07 Zuletzt aktualisiert : 19/10/11 11:40 / 4 veröffentlichte Einträge

Altes und Neues aus Canada  Verfasst: Mittwoch, den 28. November 2007 18:35

Unser Sommer und Herbst in Canada 

Nachdem Jule Anfang August in Vancouver angekommen ist, sind wir eine Woche später für eine Woche nach Vancouver Island gefahren. Mit unserem Leihwagen sind wir mit der Fähre von Westvan (Abkürzung für Westvancouver) erstmal nach Tofino und Ucluelet gefahren. Zwischen diesen beiden kleinen Fischerdörfern liegt ein ca. 30 km langer Sandstrand „Long Beach“. Wir haben die Tage dort mit wandern, surfen, sonnenbaden und Bären beobachten verbracht und die Abende mit Bier und BBQ ausklingen lassen.
 

 Long Beach!!!

 

 

Campground in Ucluelet. Die blaue Plane war unser Regenschutz da das Zelt ziemlicher Schrott war. Wir hatten es uns von Korbis Boss ausgeliehen der angeblich ein Profizelter ist, naja!!! Mussten uns daraufhin ein eigenes kaufen, aber glücklicherwese wollten unsere Campingnachbarn ihres loswerden.

 

Zweiter Stopp auf Vancouver Island war der Strathcona Park. Dieser liegt etwa in der Mitte von Van-Island. Anstelle von tollen Stränden und Küstenabschnitten hat die Landschaft hier unglaublich große, einsame Seen, tolle Regenwälder, wilde Flüsse und Wasserfälle zu bieten. Außer wandern, Kajak fahren und sich in eiskalten Flüssen waschen, da die Campgrounds nicht mit Duschen, sondern nur mit Plumpsklo und Wasserpumpe ausgestatten sind, haben wir hier nicht viel mehr unternommen. Natürlich auch hier BBQ, Wein und Bier um den Abend unter unserer blauen Plane ausklingen zu lassen.

 

Hier unser zweiter Zeltplatz mit neuem Zelt.

 

 

 

 

 

Nach einer Woche war der Urlaub dann auch schon wieder vorbei und die Pflichten haben uns zurück nach Vancouver gerufen. Für Korbi ging der Arbeitsalltag bei Houston Landscapes wieder los und für Jule hat ihre neue Arbeit als Lanscape Gardener in einer kleinen Firma mit dem Namen „The Garden Genie“ begonnen. Leider hat es mit einer Anstellung in einem Garden Design Büro nicht geklappt. So haben wir beide jetzt unseren ganz normalen Alltag und die Wochenenden bieten natürlich immer Zeit für Abwechslung.

 

Jean, Jule´s Boss, in the backyard.

 

 

Jeans Haus und Fuhrpark (v.r.n.l. Blacky, Van, Whity and Oneton). Hier ging es jeden morgen los zu den verschiedenen Clients.

 

 

Stephanie und ich nach getaner Arbeit.

 

 

Korbi hatte bei Houston Landscapes eine super gute Zeit. Er hatte echt glück, das er so eine professionelle Firma erwischt hat. Nicht alle Landschaftsbaufirmen in Vancouver führen ihren Betrieb auf professionelle Art und Weise. Die Firma hätte Korbi am liebsten da behalten. Falls er nochmals zum Arbeiten nach Vancouver kommt, hat er auf jeden Fall ne Stelle sicher!

 

Hier ist Mike, Korbi´s Foreman, mit Lunchpaket.

 

 

Master of Disaster!

 

 

Hier nochmal Korbis schweißtreibender Arbeitsalltag...laute Maschinen, Steine schleppen, schaufeln...

 

 

Ein Teil von Korbi´s Crew, v.l.n.r. Dwayne, Liz, Mike.

 

 

Anfang September hat uns Korbi´s Dad und Harriet besucht, die mit einem riesigen RV (Recreation Vehicle = Wohnmobil) in Canadas Westen unterwegs waren. Am Ende ihrer Reise haben wir dann zu viert noch eine 3-Tagestour entlang des Fraser Rivers mit anschließendem Stopp in Whistler (eines der größten und beliebtesten Wintersport Gebiete in Canada, hier finden 2010 auch die Olympischen Spiele statt) unternommen.

 

 

 

Brücke über Fraser River.

 

 

Historische Brücke über Fraser River mit Harriet und Christoph.

 

 

Wir Zwei unter dem Logo der Olympischen Winterspiele 2010 auf dem Mount Whistler.

 

 

On the Road picture: große farm mit rieeeeesigem Land drumherum, mitten im Nirgendwo.

 

 

Im September haben wir uns auf den Grouse Mountain (Vancouvers Hausberg, ca. 1230 m) gequält. Ist zwar keine lange Wanderung, aber dafür von Anfang an steil bergauf. Korbi vornweg…Jule hinterher!!! Eigentlich war geplant, dass wir mit dem Gleitschirm wieder runterfliegen, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Aufgeschoben heißt ja nicht Aufgehoben!!! Trotzdem war es die Wanderung wert. Oben auf dem Berg konnte man nämlich Grizzlybären und Wölfe (in Freigehegen) beobachten oder bei einer Greifvogelschau oder Lumberjack-Show zusehen.

 

Wie gesagt: Korbi war schon oben wärend Jule sich noch quälend den Berg hoch geschleppt hat. Ich habe es aber auch geschafft!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der nächst Ausflug ging es an die „Sunshinecoast“ eine etwa 150 km lange Strecke im Norden von Vancouver die aber aufgrund ihrer viele Sonnenstunden ihm Jahr, da sie im Regenschatten von Van-Island liegt, als die Sonnenküste von British Columbia gilt. Da uns die Automieterei auf Dauer aber zu blöde war, dachten wir für unsere nächste Tour kann es dann auch mal was besseres sein.

Also haben wir uns nen neues Spielzeug zugelegt:

 

 

 

 

Sunshinecoast

An unserem viertägigen Trip an die Sunshinecoast Ende September konnte Korbi endlich seine neue Angel ausprobieren. Leider war das Glück nicht mit uns und so haben wir nur eine kleine Forelle an den Hacken bekommen, die wir auch gleich wieder ins Wasser zurückgelassen haben.

 

Korbi´s erster fisch an der Angel!!! Sollte aber nicht sein letzter sein. Später, wieder zurück in Vancouver, als wir noch mal unser Glück versucht haben, wurde der Fang nicht wieder zurück ins Wasser gelassen sondern kam auf den Esstisch!

 

Insgesamt haben wir uns an drei Seen versucht und diese beiden hier waren die zwei schönsten „Hammil Lake“ und „Ducklake“.

 

Hier der Hammil Lake mit Bergen im Hintergrund, einfach wunderschön und wir waren ganz alleine da. Ab und zu haben wir laut geklatscht oder gerufen, damit wir nicht auf dem Speiseteller eines Bären landen.

 

 

Aller Anfang ist schwer: Schnurr verheddert, ...

 

 

...Wasser zu flach (hier am Hammil Lake)!

 

 

Und das hier ist der „Duck Lake“…es war so schön ruhig dort!

 

 

Profiangler!!!

 

 

hihi!

 

 

Wir haben in zwei verschieden Unterkünften übernachten und beide waren super toll. Die erste Nacht haben wir es uns sehr gut gehen lassen und haben in einem B&B bei einem pensioniertem Ehepaar in Sechelt übernachtet. Das Zimmer war super, der Whirlpool im Garten einfach spitze, vor allem mit einer tollen Aussicht auf das Sechelt Inlet.

 

Das Haus…

 

 

…der Whirlpool und…

 

 

...die Aussicht.

 

 

Auf unserer Fahrt von Sechelt (Lower Sunshinecoast) nach Powel River (Upper Sunshinecoast) haben wir zwischendurch immer mal wieder gestoppt um wieder einen der tollen Seen zu bestaunen oder um die „Skookumchuk Narrows“ zu besichtigen. Das ist eine Meerenge, die sich bei jeder Ebbe und Flut in ein schäumendes Wildwasser verwandelt. Hier haben Kajakfahrer in den Wellen so richtig ihren Spaß.

 

Hier die Meerenge…

 

 

und hier schäumt es schon!   War im Reiseführer alles etwas übertrieben sensationell beschrieben, aber trotzdem nett, denn der Wanderweg hat durch einen schönen kanadischen Regenwald geführt.

 

 

 

 

Um zu unserer zweiten Unterkunft in Powel River zu gelangen, mussten wir noch mal mit der Fähre fahren. Dabei sind diese Bilder bei der Überfahrt von der Lower Sunshinecoast zur Upper Sunshinecoast entstanden

 

 

 

 

 

Und hier unsere Unterkunft in Powel River.

 

 

Leider hat es mit dem Baumhaus nicht geklappt. Ist nicht available gewesen!!! Aber unser Häuschen war auch total gemütlich und „vielleicht“ nen bisschen komfortabler. Zumindest war Dusche, Klo und Küche nicht draußen. Aber unsere Hosts haben uns noch ihren Garten gezeigt und so ist dieses Foto entstanden. Wer übrigens mal an die Sunshinecoast fährt und in Powel River landet, sollte unbedingt in einem der „Boxwood Cottage Häuser“ übernachten (www.boxwoodcottage.com). Super Unterkunft und klasse Hosts!!!

 

Uns haben die vier Tage an der Sunshinecoast sehr gut gefallen, vor allem weil wir in der Nebensaison dort waren. Aber teilweise war dort einfach der Hund begraben und wenn man in die abgelegenen Örtchen fährt, reicht auch eine Tanksäule aus und wenn man Party machen will sollte man besser auch woanders hingehen.

 

Also wenn hier mal viel los sein sollte, muss man aber lange warten bis man dran ist.

 

 

 

Naja! Ob man hier nen kühles Bier bekommt?

 

 

Mit diesem Trip haben unsere kleinen Touren in die Umgebung von Vancouver auch leider schon ein Ende genommen. Wir haben im Oktober und November außer noch mal für ein Wochenende nach Seattle und einen Tagesausflug nach Victoria (Vancouver Island) keine größeren Touren mehr unternommen. Das lag zum einen daran, dass es uns einfach zu teuer war ständig ein Auto auszuleihen (wir hätten uns vielleicht von Anfang an ein Auto anschaffen sollen, dann wäre einiges leichter und billiger gewesen) und zum anderen, das Canada einfach so verdammt groß ist und man an einem Wochenende einfach nicht weit kommt. Aber Kohle sollte ja auch verdient werden und so hatten wir eben immer nur die Wochenenden um aus Vancouver raus zu kommen.

 

Seattle Skyline

 

 

Im Pub in Seattel mit Ingo, Jule´s Mitbewohner in Freising der uns im Oktober besucht hat. Hier hat es sogar Ayinger Bier gegeben.

 

 

„Ride the Duck“ amerikanische Stadtrundfahrt. Es war eher eine Rundfahrt mit nem Boot auf Straße und Wasser. Der Guide hat sich zu wechselnder Musik ständig andere Perücken angezogen. War zwar total albern aber auch zum totlachen.

 

 

Victoria Downtown. Hier gibt es überall bunte Häuser und verträumte Ecken.

 

 

The Parliament Building mit Korbi im Vordergrund. Viktoria ist Provinzregierung von British Columbia.

     

 

Das 1908 erbaute Empress Hotel.

 

 

Tja, uns so wären wir auch schon bei unseren letzten 3 Wochen hier in Canada angekommen. Wir haben beide nach der ersten Novemberwoche aufgehört zu arbeiten, um unsere Reise nach Mexico und Mittelamerika vorzubereiten. Und diese Zeit haben wir auch echt gebraucht! Unglaublich was es alles so vorzubereiten, zu beschaffen und zu organisieren gibt. Wir sind eben auch totale Neulinge was Rucksackreisen angeht. Wir sind wahrscheinlich „übergut“ ausgerüstet und vielleicht haben wir sogar zu viel Kram eingepackt…wir werden ja sehen! 

Nun sind es nur noch 3 Tage und die Aufregung steigt! 

 

Korbi geht es mittlerweile auch schon wieder besser. Er musste nämlich vor ein paar Tagen einen seiner Weisheitszähne ziehen lassen und ist ein paar Tage mit geschwollener Wange herumgelaufen. Aber so ne Suppendiät tut ja jedem gut! J

 

Also ihr Lieben, wir hoffe euch durch die Fotos ein bisschen Lust auf Canada gemacht zu haben. Uns hat es hier auf jeden Fall sehr, sehr gut gefallen und wir sind bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen.     

 

Ganz viele liebe Grüße noch aus Vancouver an unsere Familien, Freunde und Besucher dieser Seite.

Jule und Korbi

 

 

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Mexico 1. Dez. 2007 bis 24. Dez. 2007  Verfasst: Sonntag, den 23. Dezember 2007 20:57

Nach einem guten Flug von Vancouver ueber Toronto sind wir wohlbehalten Nachts um halb 12 in Mexico D.F. angekommen und haben uns fuer eine Nacht im Airporthotel eingebucht. Am darauffolgenden Tag sind wir in die Stadt gefahren um im Mexico Hostal einzuchecken.

 

Unser Hostel in Mexico D.F. 

 

 

Mexico D.F. mit seinen ca. 20 Millionen Menschen ist eine der groeßten und am schnellsten wachsenden Großstadtregionen der Erde. Obwohl es ueberall sehr laut und hektisch zuging, empfanden wir die Stadt nicht ganz so schlimm wie oft erzaehlt wird. Zumindest im historischen Zentrum, in dem wir uns hauptsaechlich aufgehalten haben, ist es durchaus sauber, sicher und somit auf jeden Fall einen Besuch wert. Es ist auch kein Problem sich auf Grund des guten Metrosystems in der ganzen Stadt schnell und billig (2 Pesos = ca. 15 Cent pro Fahrt) fortzubewegen.

 

Catedral Metropolitana auf dem Zocalo in Mexico D.F.

 


Auf dem Zocalo in Mexico D.F. 

 

Ganz in der Naehe der Stadt befinden sich die Pyramiden von Teotihuacán. Diese praekolumbische Ansiedlung hatte zu ihrer Glanzzeit  ca. 80 – 200 000 Einwohner. Mit ihren 75 Tempeln und 600 Werkstaetten war sie zu ihrer Glanzzeit die wohl gewaltigste praekolumbische Ansiedlung von ganz Amerika. Die Ausdehnung des Stattstaates umfasst 23 qkm. Die beiden Hauptpyramiden (Sonnen – und Mondpyramide) sind so gigantisch, dass man sie vor ihrer Freilegung fuer Berge hielt.

Die Anlage ist in der Tat sehr beeindruckend und war die groesste Ruinenstaette die wir in Mexico besucht haben. Fuer die vielen anwesenden mexikanischen Schulklassen waren wir auf grund unserer Hautfarbe und Korbis blonder Haare jedoch viel interessanter als die Pyramiden selbst und wurden staendig von ihnen umzingelt, mit Fragen geloechert und um ein Foto fuers Familienalbum gebeten. 

Mondpyramide

 

Hinter uns ist die Calzada de los Muertos (Strasse der Toten) und links die Sonnenpyramide zu sehen.

 

Nochmal die Sonnenpyramide ganz nah. Bis ganz nach oben sind es 237 anstrengende und ganz schoen hohe Stufen. Mit 70 m Hoehe war dies eins der hoechsten antiken Bauwerke Mexicos.

 

 Ausgrabungsfund!

 

 

Als naechstes hat es uns in das 2 Std. suedlich von Mexico D.F. gelegene Taxco verschlagen.

In Taxco, 1775 m hoch gelegen, wurde schon lange vor dem Eindringen der Spanier nach Silber geschuerft. Inzwischen sind die Minen praktisch erschoepft, aber noch immer ist Taxco als die “Silberstadt” beruehmt und lebt davon, mittlerweile allerdings auf Grund der ca. 2000 Silberwerkstaetten und –geschaefte (Platerías). Taxco ist eine Stadt mit viel Charme, mit engen verwinkelten Gassen, altem Kopfsteinpflaster und suessen alten Haeusern. 90 % der Autos in Taxco sind VW Kaefer oder VW Bullis, sog. Colectivos.  Im Gegensatz zu Mexico D.F. , wo die Kaefer- Taxis alle gruen sind, sind sie in Taxco alle weiss.

 






Blick von unserer Dachterasse.

 

 

 

Die ueberreich verzierte barocke Kirche Iglesia de Santa Prisca auf dem Zocalo von Taxco.

 

In der Naehe von Taxco erstreckt sich ein ausgedehntes Netz von Hoehlen ueber eine Laenge von rund 70 km, die sog. Grutas de Cacahuamilpa. Wir waren echt beeindruckt von dieser riiiieeeesigen Hoehle. Bei einer 90 minuetigen Tour konnten wir ca. 2 km in die Hoehle hineingehen. Leider haben wir kaum was von den Erklaerungen unserer Fuehrerin verstanden, was echt schade war. Toll war es trotzdem!!!

 

Riesig!!!

 

 

 

Vor einem der vielen Hoehleneingaenge am Rio de ???

 

 

 

Der wohnt auch am Rio de ???

 

 

Leider konnten wir unseren letzten Abend, den wir eigentlich mit herumschlendern und Silbereinkauf verbringen wollten nicht so richtig geniessen, da sich Jule den Magen verdorben hat  und sich zwischen  Bett und Toilette nicht so richtig entscheiden konnte…  Trotzdem sind wir am darauffolgenden Tag wieder nach Mexico D.F. gefahren um einen Tag spaeter mit dem Bus nach Oaxaca zu fahren (7,5 Std.).

 

Oaxaca ist die Hauptstadt des gleichnamigen Staates und liegt in einem tiefen Tal 500 km suedoestlich von Mexico D.F. auf einer Hoehe von 1550m. Die denkmalgeschützte Innenstadt zählt mit ihren stilvoll restaurierten Kolonialgebäuden und froehlich, bunt bemalten Flachdachhäusern zum Weltkulturerbe und sie macht ihrem Ruf als kuenstlerisches Zentrum Mexicos alle Ehre.

 

Beautiful Oaxaca!

 

 

Durch die zahlreichen Fiestas (praktisch jeden Tag), indianischen Maerkte und ihr tolles koloniales Zentrum (Centro Historico) hat Oaxca bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zu den Spezialitaeten Oaxcas gehoeren der beruehmte Oaxaca Quesillo (Ziehkaese), leckere Schokolade, Mezcal und Chapulinas (geroestete, wuerzige Grashuepfer).

 

Chapulinas!

 

 

Auf einer Stadttour haben wir neben einer ausgiebigen Mezcal Verkostung ( Agavenschnaps, der meist mit gusano = Wurm in der Flasche erhaeltlich ist) und Schokoladen futtern auch die Grashuepfer probiert, die garnicht so schlecht geschmeckt haben. Man muss die Beinchen abmachen, die einem sonst zwischen den Zaehnen stecken bleiben wuerden. War schon irgendwie eckelig…

 

Am Busbahnhof in Oaxaca...na dann gute Fahrt

 

 

In der Naehe von Oaxaca gibt es die Hierve el Agua. (kochendes Wasser), diese natuerliche warme Quelle liegt ca. 28 km von Mitla entfernt und wurde von den Zapoteken zur Bewässerung genutzt. Das Wasser wurde dazu über ein kilometerlanges Kanalsystem bis ins Tal geleitet. Besonders beeindruckend ist das Becken mit 22-25 Grad warmen Wasser, welches optisch bis zum Horizont reicht. Hier zu baden war echt toll!!! Von hier aus hatten wir einen atemberaubenden Blick über das Tlacolula Tal und  den versteinerten Wasserfall, der in strahlendem Weiß aus der Landschaft hervorsticht. Die Fahrt dorthin war unsere erste Pistenfahrt. Es ging bergauf und wieder bergab ueber eine Holperstrecke mit steilen Abhaenge links und rechts – am besten nicht runterschauen!

 

 

 



 

 

 

 

Das Tal von Oaxaca ist die Wiege einiger der fruehesten Zivilisationen Mexicos. Gegen 500 v.Chr. gruendeten die Zapotheken das Verwaltungszentrum Monte Alban, das sich strategisch guenstig auf einem Bergkamm mit Blick ueber das groesste Tal von Oaxaca befindet. Was man heute dort sieht ist nur das Zentrum der Stadt, das religioese und politische Herzstueck. Auf dem terassenfoermig angelegten Gelaende am Hang lebte eine Gemeinde von Handwerkern, Pristern, Verwaltungsbeamten und Kriegern, die sich von Tributen aus den Taelern ernaehrt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwar sind das Gelaende und die Pyramiden im Vergleich zu Teotihuacán viel kleiner, trotzdem hat es uns hier besser gefallen, da die Ruinen wunderschoen gelegen sind und viel weniger Touristen da waren.

 

Fuer unseren naechsten Stop Mazunte (ein kleines Dorf an der Pazifikkueste) haben wir uns extra um 3:00 Uhr in der Frueh aus dem Bett gequaelt, um unseren Bus um 4:30 Uhr zu erwischen. Es hat sich jedoch herausgestellt, das unser Bus aus “unerklaerlichen” Gruenden nicht gefahren ist. Uns wurde gesagt das der Bus gestohlen wurde….wir haben uns nur gewundert, da auf dem Parkplatz noch mind. 20 andere Busse standen. Wahrscheinlich waren 2 Fahrgaeste einfach zu wenig…! Zum Glueck haben wir einen Block weiter ein anderes Fuhrunternehmen gefunden, dass uns dann in 6 Std. ueber eine kurvige Bergstrecke doch noch an unser Ziel gebracht hat.

 

In Mazunte gibt es nicht viel mehr als ein paar Cabanas und leckere Restaurants, aber eben auch einen super tollen Strand mit wenig Leuten. Somit haben wir die Tage hier mit lecker Essen und faul in der Sonne aalen verbracht. Der Name des Dorfes geht auf das Nahuatl-Wort “maxonteita” zurueck und bedeutet “bitte komm und laiche”, in Anspielung auf die Bastardschildkroete, die hier ihre Eier legt. Frueher wurden die Schildkroeten in Massen abgeschlachtet, was 1990 durch internationalen Druck hin von der mexikanischen Regierung verboten wurde. Mazunte ist mitlerweile Schutzgebiet. Leider waren wir nicht zur Laichzeit der Schildkroeten hier, trotzdem haben wir waehrend einer 3 stuendigen Bootsfahrt entlang der Kueste dann noch diese tollen Tiere, Schildkroeten, Delphine und einen Wal gesehen und wunderbare Strandbilder geschossen.

 

Mazunte Strand

 

 

 

Sonnenaufgang!

 

 

 

 Sonnenuntergang!

 

 

 

Wir beim Sonnenuntergang geniessen!

 

 

 

 

 

 

 

Eine Schildkroete konnten wir sogar streicheln.

 

 

 

 

 

 

 

Mit Freunden, Mucki und Olli, in unserem Lieblingsrestaurant am Strand.

 

 

Nach 5 Tagen Faullenzen am Strand und Sonnenbrand am ganzen Koerper hat uns dann wieder das Reisefieber gepackt und wir sind mit dem Nachtbus in 12 Std. nach San Cristobal de las Casas im Bundesstaat Chiapas gefahren. Da San Cristobal auf 2100m Hoehe liegt, war es dort im Vergleich zu Mazunte empfindlich kalt, vor allem nachts. Der Ort ist eine Art koloniale Enklave in mitten einer oft feindlich gesinnten Indigenen Umgebung: der Angriff von Zapatisten im Jahr 1994 war die letzte einer ganzen Reihe von Attacken.

 

Kathedrale aus dem 16. Jhd.

 

 

 

Kirche in San Juan Chamula.

 

 

Das Dorf war schon vor der Kolonialisierung ein bedeutendes Zentrum der Tzotzil-Indianer. San Juan Chamula ist das politische und religiöse Zentrum der indigenen Bevoelkerung der  Tzotzioles in Chiapa. Hier verschmelzen alte Maya–Riten und christliches Brauchtum. Im Hochland von Chiapas, auf 80 Quadratkilometern bergigem Terrain befinden sich 113 Doerfer und Gehoefte (so genannte Parajes), mit 80.000 Tzotzil–Indigenas.

 

Die weißgetuenchte und mit blauen Stuckarbeiten verzierte Kirche unterscheidet sich von außen kaum von allen anderen christlichen Kirchen. Jedoch im Inneren verschmelzen christliche Traditionen mit alten Maya-Braeuchen. Es gibt keine Baenke und der gesamte Fussboden ist mit Kiefernnadeln und Blueten bedeckt. Es dricht nach Harz, Weihrauch und Kerzen, die hier ueberall auf dem Boden verteilt sind. Hier wird noch in der Sprache ihrer Vorfahren vor christlichen Heiligenfiguren gebetet und es werden Opfer dargebracht.

 

Wie zum Beispiel ein Huhn: Bei der Opferung sollen die übernatürlichen Kraefte, die boesen Geister die fuer das jeweilige Missgeschick verantwortlich sind, in das Huhn uebergehen. Das tote Tier wird anschließend in eine Tuete gewickelt und beerdigt. Wir haben tatsaechlich Frauen mit Heuhnern unter dem Arm in der Kirche sitzen sehen.

 

Als Opfer sind auch die Unmengen an Kerzen anzusehen. Sie werden auf dem Steinboden zu jeweils drei oder einem Vielfachen von drei (diese Zahl war den Mayas heilig) aufgestellt. Schwarze Kerzen deuten auf ein gravierendes Problem einer Person hin.

 

Markt auf dem Platz vor der Kirche

 

 

Wir hatten hier ein echt tolles Hostel mit wunderschoenem Innenhof, echt guten Betten und netten Leuten.

 

 

 

Generell hat uns San Cristobal mit seiner tollen Atmosphaere, kleinen Gaesschen, suessen Haeuschen und tollen, bunten Maerkten super gefallen. Ausserdem hatten wir von San Cristobal aus die Moeglichkeit eine Tour zum nahegelegenen Canon del Sumidero zu machen. Durch diese sehr beeindruckend schoene Schlucht, deren Felswaende an manchen Stellen fast 1000m hoch sind, fliesst der Rio Grijalva. Die 2 stuendige Bootsfahrt durch den Canon echt toll, auch wenn es leider etwas arg touristisch und komerziell gewesen ist. Spass hat es trotzdem gemacht! Hier haben wir auch Krokodile, diverse Voegel (u.a. Pelikane, Reiher, Kormorane) und ein paar Affen gesehen. 

 

Der Canon

 

 

 

Krokodile haben hier ueberall in der Sonne gelegen.

 

 

 

Dies ist der sog. "El Arbol de Navidad", eine von Algen bedeckte Kalksteinformation die von weitem an einen Weihnachtsbaum erinnert. Deshalb auch der Name "Baum der Weihnachten".

 

 

Ein weiteres Highlight in San Cristobal war Korbi's erste Reiterfahrung!!! Es ging ueber Felsen, Fluesse, Steine meist durch unwegsames Gealende und wir waren froh dass sich unsere Pferde als wahre Klettermeister erwiesen haben. Korbi hat sich als wahrer Cowboy erwiesen und ist auch im Galopp im Sattel geblieben. Auch Jule, als erfahrene Reiterin hatte ihren Spass! Trotzdem hat uns beiden am folgenden Tag der Hintern ordentlich weh getan.

 

hihi!

 

Unsere letzte Station in Mexico sollte Palenque sein, das 5 Std. von San Cristobal entfernt ist, und mitten im Dschungel von Chiapas liegt.

Mal wieder ein Klimawechsel – im Vergleich zu San Cristobal war es hier super heiss und schwuel. Unsere Klamotten waren dauerfeucht und sind ueberhaupt nicht mehr trocken geworden. Da die Stadt Palenque selbst ziemlich haesslich ist, sind wir direkt weiter nach El Panchan gefahren, eine Ansammlung von Cabanas mitten im Dschungel, nur ein paar Kilometer von den Palenque Ruinen entfernt. Das einzige Restaurant, dass es hier gab, war unerwarteterweise super gut (leckere Steinofenpizza!). Endlich mal was anderes als Tacos und Quesadillas.

Die Maya-Stadt Palenque wurde bereits um 100 v.Chr. als Bauerndorf gegruendet, stieg jedoch erst 400 Jahre spaeter (300 – 900 n.Chr.) zu einem bedeutendem Machtzentrum der Maya auf. Fast alles was an Gebaeuden frei gelegt wurde ( bisher wurden erst ca. 5% der Bauten freigelegt, der Rest ist noch vom Dschungel ueberwachsen), stammt aus jener Zeit. Seit 1987 ist die Maya-Stadt UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Templo de las Inscripciones. Im Inneren dieser Pyramide befindet sich die Grabstaette von Hanab Pakal (615 - 683 n.Chr.). Die Grabkammer wurde erst 1952 entdeckt und zaehlt zu den wichtigsten Funden auf dem amerikanischen Doppelkontinent.

 

 

 

Hinten rechts ist  El Palacio zu sehen, links wieder El Templo de las Inscripciones.

 

 

 

haha...erwischt!

 

 

 

In der Naehe von  von Palenque gibt es einige tolle Wasserfaelle, die wir waehrend eines Tagesausflugs besucht haben.

 

Misol-Ha

 

 

 

Agua Clara

 

 

 

Nochmal Agua Clara mit halb zerfallener Haengebruecke, ueber die wir uns dann aber doch noch getraut haben.

 

 

 

Das hier sieht noch harmlos aus. An anderen Stellen haben ganze Bretter gefehlt.

 

 

 

Ueberall soll man Bananen kaufen...und es ist echt schwer nicht ueberall welche zu kaufen...

 

 

 

Und weil es hier so schoen war, noch ein Bild.  

 

 

 

Sogar im Auto wird man von Bananenverkaueferinnen verfolgt.

 

 

 

Agua Azul, ganz tolle Wasserfaelle und -kaskaden.

 

 

 

Von oben...

 

 

 

 ...und im Wasser!

 

 

 

Tja, und Fulda (Hessen) scheint hier auch ganz in der Naehe zu sein!

 

 

Zum Abschluss noch was buntes:

 

Geschnaebelte Helikonie

 

 

 

Alpinie

 



 

Wahrscheinlich auch eine Helekonienart

 

 

 

 

Frucht vom Brotfruchtbaum

 

 

Am 24. Dezember haben wir Mexico in Richtung Guatemala verlassen, um in der Naehe von Tikal (eine weitere Maya-Staette) unseren Weihnachtsabend zu verbringen. Sylvester haben wir Felix und Philip Hoernlein am Lago de Atitlan (Guatemala) getroffen, und haben in San Pedro zusammen ins neue Jahr hineingefeiert. Wir haben uns echt gefreut die beiden zu sehen und hatten eine super Zeit. Aber ueber  unseren Guatemalaaufenthalt erzaehlen wir euch dann in unserem naechsten Bericht.

 

Ganz viele liebe Gruesse und ein frohes neues Jahr!

 

Korbi und Jule

 

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Guatemala Teil I 24. Dez. 2007 bis 18. Jan. 2008  Verfasst: Donnerstag, den 21. Februar 2008 01:03

Die Ueberschreitung der guatemaltekischen Grenze hat einwandfrei geklappt. Wir sind mit einem Direktshuttel von Palenque an den Grenzuebergang Frontera Corozal gefahren um anschliessend mit einer Lancha ueber die eigentliche Grenze zu fahren, den Rio Usumacinta. Auf der anderen Seite des Flusses befindet sich Bethel, der guatemaltekische Grenzposten. Hier wurden wir von einem Bus abgeholt, der uns im Schneckentempo (die Strasse war ultra madig) nach Flores gebracht hat.
 
 
Die Lanchas am Rio Usumacinta.
 



  Auf geht´s nach Guatemala!







  Frauen beim Waschen und Baden. 




Der Bus...konnte leider nicht schnell fahren aufgrund der Holperpiste!

 

 

 

 


An der Grenze in Guatemala. 

 

 

 

 

In Flores angekommen wollten wir nach der 12 stuendigen Fahrerei erstmal nur in ein Hotel und haben ein Zimmer mit Balkon gefunden von dem man eine wunderbare Sicht auf den Lago de Peten Iza hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

  


 
 
 
 
 
Sonnenuntergang von unserem Balkon aus.




Und noch ein paar Fotos von Flores.  
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 



 
 
 
 
Am Weihnachtsabend waren wir erst zu zweit was essen und sind anschliessend mit ein paar anderen Leuten zum Bierchen trinken zum Parque Central gelaufen, da wir dachten es wuerde eine Fiesta steigen. Aber Pustekuchen...es gab keine Party, ausser das um 24 Uhr alle wie wild Racken und Kracher in die Luft gejagt haben. Hat sich irgendwie eher nach Sylvester angefuehlt als nach Weihnachten.
 
  
Weihnachtsbaum und Grippe in unserem Hotel.
 
 
 
 
Oder hier auf dem Parque Central, ein von Gallo (guatemaltikisch Biermarke) gesponserter Weihnachtsbaum.
 
 
  
 
 
 
  
 Unsere Weihnachtscrew, natuerlich mit Gallobier.
  
 
 
 
Da Flores ein ziemlicher Touriort ist und man hier im See nicht schwimmen gehen kann (dreckig), haben wir uns entschieden weiter nach El Remate zu fahren um dort eine schnuckelige Unterkunft direkt am See zu finden. El Remate liegt ausserdem naeher an Tikal, eine Maya-Staette, die wir auch noch besuchen wollten. Gesagt getan und so sind wir nach langer Busorganisation und Ticketbeschaffung schliesslich in El Remate angekommen.
 
 

Auf der Fahrt nach El Remate...das geht ja noch, manchmal sind auf den Pick-Ups noch viel mehr Menschen. 
 
 
 
 
Die Ortschaft El Remate hat irgendwie ueberhaupt keinen Ortschaftscharakter. Die Haeuser, Cabanas und Tiendas (kleinen Laeden) ziehen sich entlang der Hauptverkehrstrasse und es gibt auch keinen Parque Central. Dafuer liegt es wunderschoen am Lago de Peten Iza.
Leider haben wir uns gleich am Anfang der Ortschaft rausschmeissen lassen und so mussten wir uns mit unserem schwerem Gepaeck auf die Suche nach einer gemuetlichen Unterkunft machen. Nach ca. 3 km laufen und diverse Unterkunftsbesichtigungen haben wir was nettes gefunden.
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
Gleich gegenueber von unserer Cabana gab es einen Steg von dem man den schoensten Sonnenuntergan ueberhaupt geniessen konnte. Baden war hier auch moeglich und so haben wir hier unsere Abende verbracht, bevor wir zum Abendessen in ein von einem Italiener betriebenes Lokal gegangen sind um frisches Bruschetta mit super viel Knobi und leckerem Olivenoel, auf hausgebackenem Brot versteht sich, zu verspeisen. 
 
 

  

 

 

 

  

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hier liess es sich wunderbar entspannen! 

  

 

 

 

 

 

 

Am naechsten Morgen wurden wir schon um 4:30 Uhr abgeholt, da wir uns den Sonnenaufgang von einem Tempel in der Ruinenstaette Tikal ansehen wollten. Das ganze war nicht billig, aber dafuer hatten wir einen schoenen Sonnenaufgang. Viele die diese Tour machen haben nicht so viel Glueck und sehen statt Sonne nur dichte Wolken und Nebel.

 

 

  

 

 

 

 

  

 

 

Tikal ist eine antike Stadt der Maya in den Regenwaeldern des Peten im noerdlichen Guatemala. Sie war eine der bedeutendsten Staedte der klassischen Maya-Periode (3. bis 9. Jahrhundert) und ist eine der am besten erforschten Maya-Staedte.

Die Anlage erstreckt sich auf ein Gebiet von insgesamt rund 64 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher ueber dreitausend Bauten beheimatet. Viele Bauten, insbesondere in den Aussenbereichen, sind noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Man schaetzt, dass die Einwohnerzahl der Stadt auf dem Hoehepunkt der Macht in der klassischen Periode gut 50.000 Menschen betrug.

 

 

  

 

 

 

Tempel 2. Hier haben ein paar Tage vor unserem Besuch Mayazeremonien aufgrund der Sonnenwende stattgefunden, an denen auch der Felix teilgenommen hat. Man sieht hier in der Mitte des Platzes noch die Feuerstelle.

 

 

 

  

 

 

 

 


Diese Vogelnester haengen hier ueberall an den Baeumen. 

  

 

 

 


Und die hier haben wir in einer Hoehle entdeckt! Wir haben spaeter noch erfahren das diese Spinnenart nur in dunklen Hoehlen lebt.

 

 

 

 

Am naechsten Tag wollten wir eigentlich eine Wanderung durch das nahegelegene Biotopo Cerro Cahui machen, aber Jule ging es nicht so gut und so haben wir den Tag in El Remate verbracht, wo ein oertliches Reittunier stattgefunden hat. 
 
 

  

 

 

 

 

 

 

 

Hier war fast das ganze Dorf versammelt. Seht ihr die Jule?

 
 
 
 
Am gleichen Abend sind wir mit einem Nachtbus ueber Guatemala City nach Antigua gefahern. Antigua ist die alte Hauptstadt von Guatemala, der Name der am 10. Maerz 1543  gegründeten Stadt bedeutet „die alte Stadt Guatemala“. Antigua Guatemala war die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Mittelamerika. Nach einem schwerem Erdbeben 1773 fast vollstaendig zwerstoert, wurde sie als Hauptstadt von Guatemala City abgeloest. Die Stadt mit ca. 32 000 Einwohnern ist heute Weltkurlurerbe.
Antigua ist von drei Vulkanen umgeben, Volcan de Agua, Acatenango und Fuego, welcher noch aktiv ist.
 
 
 Volcan Fuego

  

 

 

 

Fuego mit Rauchwolke von Antigua aus.

 

 

 


 Hier Volcan Agua.

 

 

 

 

Obwohl Antigua sehr touristisch ist, hat es uns hier ganz gut gefallen, da sie Stadt mit ihren kolonialen Bauten sowie Kirchenruinen und dem alten Kopfsteinpflaster ein super Flaire hat. Ausserdem trifft man hier viele andere Traveler und es gibt nette Cafes und Bars. 
 
 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 


 Ueberall gibt es Kunstausstellungen und wunderschoene Innenhoefe.

  

 

 

 

 Oeffentlicher Waschplatz

  

 

 

 

  

 

 

 

  

 

 

 

  

 

 

 

Alltag im Parque Central in Antigua....Schuhputzer!





 

Meisten sind es kleine Jungs die einem die Schuhe fuer ein paar Quetzales putzen wollen. Sie sprechen dich an und fragen "shine, shine"?

  
 
 
 

Oder hier einer der schoensten Kusthandwerkermaerkte die wie bisher gesehen haben. 

  

 

 

 

Da uns Antigua sehr gut gefallen hat und es hier sehr viele Sprachschulen gibt, haben wir uns dazu entschieden hier einen 2 woechigen Sprachkurs zu machen. Aber vorher wollten wir noch nach San Pedro fahren, am Lago de Atitlan, um Felix und Phillip zu treffen. Also ging es am naechsten Tag per Chickenbus zum Lago de Atitlan und dann noch eine halbe Stunde per Boot nach San Pedro la Laguna. Der See hat eine Flaeche von ca. 130 qkm, ist von Ost nach West ca.18 km lang und liegt ca. 1560 m ueber dem Meeresspiegel. Er ist umgeben von den drei Vulkanen Toliman, Atitlan und San Pedro.
 
 

 Mit dem Chickenbus ging es an den Lago de Atitlan.

  

 

 

 

Am Srassenrand sassen ganz oft Kids die jedesmal aufgesprungen sind und gewunken haben wenn wir an ihnen vorbeigefahren sind.

 

 

 

 

Hier sind wir durch eine Ortschaft gefahren in der gerade ein Markt stattgefunden hat.

 

 

 

 


 Lago de Atitlan mit zwei seiner Vulkane

 

 

 

 

Lago de Atitlan 
 
 
 
 
In San Pedro angekommen haben wir uns ersteinmal ein Hotelzimmer gesucht und hatten mal wieder eine wunderbare Aussicht auf den See.
  
 

 
 
 
 
In San Pedro gibt es nicht sonderlich viel zu tun. Es ist auch keine besonders schoene Ortschaft. Das "reizvolle" an der Ortschaft selber sind die vielen Restaurants, Kneipen, Bars und Clubs. Sand Pedro ist die Partystadt am Lago de Atitlan. Schon sehr viele Backpackers und Travelers sind hier haengen geblieben oder verbringen gleich mehrere Wochen hier.
 
Am naechsten Tag haben wir uns dann in eine Lancha gesetzt um ins ca. 10 min. entfernte San Marcos zu fahren um Felix und Phillip zu treffen. Ein Freund von Felix hatte dort ein Haeuschen gemietet das direkt am See lag. Dort haben wir dann den Nachmittag verbracht. Am Abend sind wir wieder nach San Pedro gefahren um uns spaeter dor mit den beiden wieder in einem Club zu treffen um ins neue Jahr zu feiern.
 
  

 Felix versucht hier aus der Muschel einen Ton herauszubekommen. Hat es auch geschafft!
 
 
 
 

 Auch der Phillip versucht sein Glueck!
 
 
 
 

  

 

 

 

An Sylvester war San Pedro vollgestopft mit Leuten. Auf der Strasse wurde super laute Musik gespielt und getanzt. Wir haben uns von einer Dachterasse aus das Feuerwerk angesehen und sind danach in die Freedom Bar, wo wir uns wieder mit Felix und Phillip getroffen haben.

 

Am naechsten morgen ging nicht viel und so haben wir nur am Nachmittag eine einstuendige Kanufahrt auf dem See gemacht.

 

 

 

 

 

 


 San Pedro la Laguna

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend haben wir Felix nochmal getroffen und haben uns verabschiedet, da wir am naechsten Tag wieder nach Antigua wollten wo unser Sprachkurs anfangen sollte.

 

 

 

Waehrend des Sprachkurs haben wir in einer "Familie" gewohnt. Es hat sich hierbei leider nicht um eine guatemaltekische Grossfamilie gehandelt, das haetten wir uns sehr gewuenscht, sonder um eine aeltere Frau mit einem 17 jaehrigem Sohn und zwei Angestellten. Es wurde auch nicht wie vorher behauptet gemeinsam gegessen, wobei wir unser Spanisch eigentlich gut haetten ueben koennen. Naja, es waren nur 2 Wochen und insgesamt war es schon ganz nett dort. 

 

 


Unsere Unterkunft fuer die naechsten 2 Wochen.

 

 

 

Wir mit unserer Gastfamilie, Margarita (links im Bild) und Isabella, eine ihrer Angestellten.
 
 
 
 

Jule beim Spanischunterricht mit Marcela, ihrer Lehrerin.

 

 

 

 

Jeden Tag auf unserm Weg von der Schule zu unserer Unterkunft haben wir diesen suessen Kerl hier im Fenster sitzten sehen.

 

 

 

 

 

 

Waehrend unsere Zeit in Antigua haben wir einen Ausflug zu einer nahegelegenen Kaffeefinca gemacht, wo wir Kaffee gepflueckt haben und in einen Rundgang durch die Anlage die verschiedenen Produktionsschritte kennengelern haben. An der Finca war auch ein kleines Museum ueber Mayainstrumente angeschlossen, das wir uns auch noch angesehen habe. Die Fuehrung war auf Spanisch und wir konnten diesmal schon richtig viel verstehen. 

 

 


Knallrote Kaffekirschen!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Hier arbeitet die ganze Familie. 

 

 

 

 







 
 
Hier wird in einem" Entpulper" die rote Fruchthaut und die Pulpe (Fruchtfleisch) von den Kaffeebohnen abgequetscht. Anschliessend kommen die Bohnen durch einen Schwemmkanal und durch Siebe werden die Bohnen in Fermentationsbehaelter transportiert. Dort liegen sie dann 12 bis 36 Stunden und gaeren vor sich hin. Druch die Gaerung loesst sich der bis dahin noch auf den Bohnen haftende Schleim und kann abgewaschen werden. Schliesslich landen die kleinen Boehnchen zum Trocknen in der Sonne. Nachdem die Bohnen getrocknet sind, wird als letztes noch das Pergamenthaeutchen enfernt und somit ist der Kaffee lieferfertig. Geroestet wird er erst in den Exportlaendern. (Es gibt verschiedene Aufbereitungsmethoden, dies ist nur eine von drein).
 
 
 
 
 
 Schleimige Kaffeebohnen aus dem Fermentationsbecken.

 

 

 

 
Hier wird der Kaffe zum Trocknen in der Sonne ausgebreitet.

 

 

 

 


Zum Schluss gabs noch ne Tasse Kaffee...mhhh lecker!

 

 

 

 

Ein weiteres Highlight in Antigua war unser Trip zum Volcan de Pacaya, einem der aktivsten Vulkane in Guatemala, ca. 1h std. von Antigua entfernt. Nach ca. 1,5h std. Aufstieg waehrend dem man mehrere alte, erkaltete Lavafelder und -stroeme ueberquert erreicht man das eigentliche Hauptlavafeld, auf dem man auf frisch erstarter Lava herumlaufen kann. Nur ca. 20 cm unter einem fliesst gluehendheisse Lava und ueberall gibt es Lavafluesse und -becken. Es dampft, zischt und knackt ueberall, ueber einem quillen dicke Rauchwolken aus dem Krater und es ist sauheiss...war schon ein mulmiges Gefuehl!

 

 

Die Jungs hier haben Stoecke verkauft, damit man pruefen konnte ob die Lava schon fest genut ist um darauf herumzulaufen.

 

 

 

 

  Aufstieg ueber Lavafelder

 

 

 

 

  Nochmal Lavafelder mit Vulkan im Hintergrund

 

 

 

 

Erstarrte Lava

 

 

 

 

 Auf dem aktiven Lavafeld

 

 

 

 

 Lava

 

 

 

 

 Wenn die Sonne untergeht sieht man die fluessige Lava noch viel besser.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Waehrend unseres zweiwoechigen Aufenthalts in Antigua sind wir jeden Montag und Dienstag zu einer gratis Tanzstunde gegangen um Salsa und Merengue zu lernen. Haben nur schon wieder die ganzen Schritte und Drehungen vergessen, war trotzdem seinen Spass wert und ich habe Korbi endlich mal dazu gebracht mit mir tanzen zu gehen.

 

 

Korbi beim Salsa lernen. Spaeter haben wir sogar ne Privatstunde genommen, aber wie gesagt, wir sind seit Antigua nicht mehr Salsa tanzen gewesen und wir haben so gut wie alles vergessen.

 

 

Nach 2 Wochen Stadt hat es uns dann doch genuegt und deshalb haben wir kursfristig entschieden fuer ein paar Tage an die Pazifikkueste von Guatemala zu fahren um einfach nur faul in der Sonne zu liegen. Also ging es auf nach Monterrico!

 

 

...mit Flussueberquerung. Wir haben uns zwar sehr gewundert warum wir nicht einfach ueber die Bruecke, links im Bild, gefahren sind, diese wurde doch extra dafuer gebaut?????

 

 

 

 

In Monterrico angekommen haben wir uns wie immer auf die Suche nach einer Bleibe gemacht und ein ganz nettes Hotel gefunden mit Pool, gutem Restaurant und vielen Haengematten und einfach nur faul sein zu koennen.


 

 

 

 

Gleich in der Naehe von unserem Hotel gab es das Tortugario, eine kleine Anlage, in der es Leguane, Schildkroeten und Kaimane zu sehen gab. Das ganze war eher etwas betrueblich, da viel zu viele Tiere in viel zu kleinen Becken gehalten wurde. Auf der andere Seite zuechten sie hier Schildkroeten. Die frisch geschluepften kleinen Dinger werden jeden Abend, und das 365 Tage im Jahr, ins Meer entlassen, wo sie dann um ihr Leben kaempfen. Die meisten werden jedoch gleich von Voegeln oder groesseren Fischen verspeist. Fuer 10 Quetzales durfte man auch eine kleine Schildkroete ins Wasser entlassen!

 

 


Schildkroete in Angriffsstellung! 

 

 

 

 

Kaimane

 

 

 

 

 Schoener Leguan!

 

 

 

 


Hier die kleinen Babyschildkroeten...sind erst ein paar Tage alt!

 

 

 

 

Hier unser kleiner Schuetzling...hoffentlich hat er Glueck und waechst zu einer grossen Wasserschildkroete heran, die mitlerweile vom Aussterben bedroht sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Monterrico haben wir unsere erste Bootstour durch  Mangroven gemacht. Hierfuer sind wir um 5 Uhr los, um die den Sonnenaufgang geniessen zu koennen und um die Vogelwelt beim Aufwachen zu beobachten.

  

 

 

 

 

 

Sonnenaufgang

 

 

 

 

Nach dem Sonnenaufgang

 

 

 

 


Korbi beim Vogelelbeobachten!

 

 

 

 


Fischer, zum Glueck waren die Boote ohne Motor!

 

 

 

 

Fischer holen ihren Fang aus dem Netz.

 

 

 

 

Ansonsten sahen unsere Tag in Monterrico folgendermassen aus: fruehstuecken, faullenzen, versuchen in den mega hohen Wellen zu schwimmen, mittagessen, faulenzen, schwimmen, Sonnenuntergang geniessen, am Strand spazieren und abends nochmal essen....spaeter dann noch Bierchen getrunken und gepockert.

 

Der Strand in Monterrico ist uebrigens schwarz!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war so gut wie nichts los hier am Strand. Man konnte endlos in beide Richtungen laufen.
 
 
 
 
hihi  
 
 

 

 

 

 

 

 

 


Auf dem schwarzen Sand kommt unsere bunte Decke, die wir erst in Antigua gekauft hatten, besonders gut.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Pelikan kann aufgrund eines gebrochenen Fluegels nicht mehr fliegen und lebt nun in einem Restauran das Pelicano heisst... 

 

 

 

 

Nachdem wir nun in Monterrico ausgiebig gefaulenz hatten und genuegend Sonne getankt hatten, war es Zeit fuer ein bisschen Aufregung und Anstrengung und deshalb haben wir uns entschieden den hoechsten Berg ganz Mittelamerikas zu besteigen, den Volcan Tajumulco.

 

 

Ueber dieses Erlebnis und was wir sonst noch so in unsere Zeit in Guatemala unternommen haben, berichten wir euch dann in unserem naechsten Bericht, der schon in Bearbeitung ist und auch nicht mehr so lange auf sich warten lassen sollte. 

 

 

Ganz viele liebe Gruesse aus Nicaragua (da sind wir jetzt schon seit 19. Februar)

Jule &  Korbi 


 

 

 

 

 

Permalink

Guatemala Teil II 18. Jan. 2008 bis 5. Feb. 2008  Verfasst: Mittwoch, den 27. Februar 2008 01:02

Nachdem wir nun in Monterrico ausgiebig gefaulenz hatten und genuegend Sonne getankt hatten, war es Zeit fuer ein bisschen Auftregung und Anstrengung und deshalb haben wir uns entschieden den hoechsten Berg in Mittelamerika zu besteigen, den Volcan Tajumulco. Er ist 4220 m hoch und besitzt einen ueber 50 m breiten Krater. Der Vulkan wird als erloschen eingeschaetz - wie weit die letzte Eruption zurueckliegt, ist unklar. Der Vulkan liegt in einer von Pinienwaeldern bewachsenen Gegend, erscheint jedoch nicht besonders beeindruckend. 

 

 

Los ging es von Quetzaltenango (auch Xela genannt) ersteinmal mit einem Pickup zur Bushaltestelle. Doch schon nach ein paar Metern mussten wir wieder alle runter vom Pickup, da dieser nen platten hatte. Na das faengt ja gut an! 

 

 

 Hier gings rauf auf den Pickup...

 

 

 

 

...um nach 5 Minuten wieder herunter zu steigen!

 

 

 

 

Aber schliesslich sind wir dann doch noch an der Bushaltestelle angekommen...  

 

 

Am Busbahnhof...im Hintergrund werden unsere Rucksaecke auf den Bus geladen.

 

 

 

 

In den Chickenbussen ist es immer knalleng. Man muss sich zu dritt in die Sitze quetschen, die normalerweise fuer zwei Schulkinder Platz bieten. Aber es geht immer!!! So besteht wenigsten nicht die Gefahr waehrend der meist rasanten Fahrten umzukippen. 

 

 

 

 

Ja und das ist er, der Volcan Tajumulco (hinten rechts im Bild), wie schon gesagt, nicht besonders majestaetisch!

 

 

Der Aufstieg war technisch nicht besonders anspruchsvoll, aber mit einer eher schlechten Kondition und dem ganzen Campinggear war es dennoch ganz schoen anstrengend. Der Autstieg hat mit Pausen ca. 5 Stunden gedauert. Wir haben aber auch schon auf ca. 3000 m angefangen. 

 

 

Wir waren eine ziemlich grosse Gruppe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Waehrend unseres Aufstiegs hatten wir eine wunderbare Aussicht auf das umliegende Gebirge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier hat sich dann auch schon der liebe Nebel angekuendigt...

 

 

 

 

Zur Halbzeit haben uns die Guides mit einem super Mittagessen ueberrascht.

 

 

Danach ging es jedoch leider nicht viel besser nach oben, im Gegenteil, voll gefuttert musste man gleich noch mehr mit hochschleppen.

 

 

 

 

Nach ca. 5 Std. Aufstieg haben wir es dann doch alle gut geschafft und waren froh nun endlich bei unserem Basecamp angekommen zu sein. Wir hatten auch nicht wirklich eine Pause, da die Zelte aufgebaut werden mussten bevor es dunkel wurde. Aber bei so vielen Leuten waren die 4 Zelte schnell aufgebaut und so hatten wir noch Zeit unsere mueden Glieder etwas zu strechen.

 

 

 

 

 

 

hihi!

 

 

 

 

Als der Nebel dann immer dichter wurde und es ausserdem ganz schoen windig war, mussten wir uns dick einpacken und haben uns versucht mit heisser Suppe aufzuwaermen. Das hat nur leider viel zu kurz angehalten und deshalb sind wir alle bei Einbruch der Dunkelheit in unsere Schlafsaecke gekrochen und haben versucht zu schlafen, was nicht so recht gelingen wollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voller Erwartung auf einen schoenen Sonnenaufgang haben wir uns um 4 Uhr am naechsten Morgen aus den Schlafsaecken gequaelt, nur um festzustellen das es mega nebelig war. Als uns dann auch noch unser Guides gesagt haben das wir wahrscheinlich auch auf dem Gipfel nichts von der schoenen Aussicht sehen werden, sank die Motivation natuerlich ein bisschen, aber wir haben die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht verzieht sich der Nebel ja!!!

Also ging es nochmal eine Stunde steil nach oben, wo wir uns dann mit Schlafsack und geschuetzt hinter ein paar Steinen versucht haben vor der Kaelte und dem Wind zu schuetzen.

 

 

Ohhhhh, es war so schrecklich kalt und nass!

 

 

 

 

Tja, so haben wir eine Weile gewartet und gefrohren, bis die Sonne aufgegangen ist. Doch leider hat sich der Nebel nicht verzogen und wir konnten nur Nebelfotos statt tollen Aussichtsfotos schiessen. Aber egal, es war trotzdem ein tolles Erlebniss!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Auf dem Gipfel.

 

 

 

 

 Durch den Nebel war alles super nass.

 

 

 

 

Und so war das Wetter den kompletten Abstieg lang, bis ins Dorf wo es dann wieder mit dem Bus nach Xela ging. Dort haben wir ersteinmal heiss geduscht, ja wir hatten wiiiiiiirklich richtig heisses Wasser in unserem Hostal!!!!

 

 

Nach einem Tag Pause haben wir dann einen kurzen Tagesausflug zu den Fuentes Georginas gemacht, heisse Quellen ganz in der Naehe von Xela. Das hat unseren mueden Muskeln sehr gut getan!

 

 

Mit dem Pickup zu den heissen Quellen.

 

 

 

 

Die Fahrt zu den heissen Quellen ging durch Ackerland. Hier werden die Felder noch von Hand bestellt.

 

 

 

 

Hier wurden zum groessten Teil Fruehlingszwiebeln angebaut. Es hat total zwiebelich gerochen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier die heissen Quellen. Es war einfach genial und super zum relaxen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Spaeter sind wir zu einem anderen Becken gegangen wo sonst keiner war. So hatten wir sie fuer uns ganz alleine und nach ca. 3 Stunden im Wasser sahen unsere Fuesse so aus:

 

 

 

 

 

 

Mit einem Chickenbus ging es dann wieder zurueck nach Xela. Unterhalb der Busse ist ueberall Muell, keine Seltenheit in Guatemala.

 

 

 

 

Nachdem wir nun ausgiebig relaxed hatten und wieder Energie getankt hatten ging es am naechsten Tag auf den aktiven Volcan Santa Maria, 3772m hoch. Er ist einer der gewaltigsten Vulkane in einer Kette von Stratovulkanen (Schichtvulkane oder auch Kegelvulkane) nahe der Pazifikkueste von Guatemala. Man erkennt sie an ihrer relativ steilen, spitzkegeligen Form. Das kann man hier ganz gut sehen:

 

 

 

 

 

 

Aufstieg bei Vollmomd!

 

 

 

 

Als die Sonne aufging!

 

 

 

 

Ausblick auf die Stadt Xela.

 

 

 

 

Der Nebel kriecht langsam ueber die Bergkuppen hinweg.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ausburch im Jahre 1902 war der zweitstärkste Ausbruch im letzten Jahrhundert und verwuestete große Teile des Suedwestens von Guatemala. Diese erste historisch ueberlieferte Eruption des Vulkans dauerte 19 Tage und erreichte am 25. Oktober 1902 ihren Hoehepunkt. Von 1903 bis 1913 war der Vulkan in dem Krater aktiv, der bei dem Ausbruch von 1902 entstanden war. Seit 1922 waechst kontinuierlich eine Lavakuppel, die Santiaguito genannt wird. Santiaguito ist seit seiner Entstehung aktiv. Zurzeit finden nahezu kontinuierlich kleine Explosionen mit periodischen Lavaerguessen statt.

 

 

Vom Volcan Santa Maria hatte man eine wunderbare Sicht auf die Lavakuppel Santiaguito.

 

 

 

 

Und hier beim fasst stuendlichen Ausbruch. Es war fas so laut, wie wenn ein Flugzeug direkt ueber einen drueber fliegt.

 

 

 

 

Beim Mittagsschlaefchen!

 

 

 

 

Beim Abstieg!

 

 

 

 

Auf dem Weg nach unten...

 

 

...sind wir an kleinen Haeuschen vorbeigekommen, die aus Plastikflaschen und Plastiksaecken gebaut wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier wird noch schwer geschleppt...

 

 

 

 

...oder schleppen gelassen.

 

 

 

 

Am naechsten Tag ging in zwei Etappen durch das Hochland von Guatemala nach Lanquin, im Departamento Alta Verapaz. In der Naehe von Lanquin gibt es igigantische Hoehlensastyeme (Grutas de Lanquín), dessen unterirdischer Fluss in den Rio Cahabón muendet, an dem sich die natuerlichen Kalksteinbrueche von Semuc Champey befinden.

In den naechsten Tag haben wir uns die Hoehlen von Lanquin und Semuc Champey angesehen. Die Hohle von Lanquin war nicht so beeindruckend, da wir ja schon in Mexico wahrschienlich eine der tollsten Hoehlen von Mittelamerika besichtigt hatten. Dafuer konnten wir hier bei Einbruch der Dunkelheit die Fledermaeuse beobachten, die zu Huhunderten zum Futtern aus der Hoehle geflogen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Hoehle von Semuc Champey sind wir mit Kerzen im Wasser herumgeschwommen und von Felsen in Hoehlenseen gesprungen. Das war echt super aufregend!

 

 

 

 

 

 

An einem anderen Tag sind wir, mit ein paar Leuten von unserem Hotel, von Lanquin zu den Kalksteinbruechen vom Semuc Champey gelaufen. Wir waren froh als wir nach 3 Stunden wandern in bruetender Hitze an den Kaskaden angekommen sind und uns im Wasser abkuehlen konnten.

 

 

Unsere Wandergruppe: Cedric h.l. aus Montreal, Marie-Louise aus Holland und Akos aus Ungarn. David, auch aus Montral, macht das Foto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier aus der Vogelperspektive.

 

 

 


In Lanquin hatten wir eine super Unterkunft (El Retiro) und in dem Restaurant was dazu gehoerte gab es jeden Abend dickes Gemeinschaftsessen und danach immer eine nette Party oder wir sassen einfach nur nett zusammen und haben mit Cedri und David Karten gespielt.

 

 

 

 

 

 

Hier haben wir jeden Abend gesessen und Karten gespielt (David ist links im Bild).

 

 

 

 

Gleich unterhalb von unserer Cabana gab es einen Fluss auf dem Mann mit riesen Reifen tuben konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und seltsame Spinnentiere gab es hier auch zu beobachten!

 

 

 

 

 


Oder Schnitzel!!!

 

 

 

 

 

 

So langsam naehern wir uns unseren letzten Tagen in Guatemala. Wir wollten jedoch noch ein bisschen vom guatemaltischen Karibikflaire mitbekommen und deshalb ging es von Lanquin aus als naechstes nach Rio Dulce, dieser verbindet die Karibik mit dem groessten See Guatemalas, den Lago de Izabal (48km lang und 20 m breit).

In Rio Dulce haben wir eine botanische Fuehrung durch den Dschungel gamacht. Hierbei ging es ueber Haengebruecken hoch oben in den Baumkronen.

 

 

 

 

 

 

 Und an Kautschukbaeumen sind wir vorbeigekommen.

 

 

 

 

Von Rio Dulce ging es nach 2 Tagen dann endlich and die Karibik in das Staedtchen Livingston. Auf der Fahrt ueber den Rio Dulce sind wir durch Seerosenfelder gefahren und ein einheimischer Junge hat uns seinen Fang gezeigt. Es hatte jedoch den Anschein, dass er diesen bereits auf seinem Boot hatte und nur auf die Touristen gewartet hat, dir hier regelmaessig vorbeigefahren werden, um ein bisschen Geld zu verdienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Livingston findet man eine Mischung verschiedener Volksgruppen und Kulturen wie Garifuna, Maya und Latino.

Die Ethnie der Garifuna basiert urspruenglich auf einer Verschmelzung von Sklaven westafrikanischer Herkunft mit Kariben auf der Karibikinsel St.Vincent. Es gibt  verschiedene Theorien wie diese Verschmelzung stattgefnden hat bzw. wie die Garifuna nach Livingston (bzw. Guatemala) gekommen sind.

In Livingston sind demnach die Mehrheit der Einwohner schwarz und sprechen Igñeri. Hoehrt sich irgendwie fast wie Jamaikaenglisch an, aber wir konnten kaum etwas verstehen.

 

 

Ankunft in Livingston!

 

 

 

 

Bei einem Bierchen!

 

 

 

 

Eine Spezialitaet in Livingston ist eine Suppe aus Kokusnuss, Fisch und Gemuese. War super lecker und ist sonst nirgends zu bekommen.

 

 

"Tapado"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An einem Tag haben wir einen Ausflug zum Playa Blanco gemacht. Wir haben uns schon total gefreut endlich im karibischen Meer schwimmen zu gehen...kristlklares Wasser und weisser Sand...eben wie man sich das so vorstellt. Doch leider war das Wasser ziemlich dreckig. Der Strand jedoch recht sauber, so haben wir uns eben nur sonnengebadet statt im Wasser zu baden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rueckweg haben wir in einem etwas bizarren "Privatzoo" halt gemacht wo es unter anderem Affen an Leinen zu bewunder gab...

 

 

 

 

Leider koennen wir uns bei diesem Tierchen nicht mehr an den Namen erinnern. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Livingston an dem Tag unserer Abreise nach Honduras.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier mussten wir uns den Ausreisestmpel holen, bevor es auf die andere Seite nach Honduras ging.

 

 

 

 

So, das war unser zweiter Eintrag von Guatemala. Es hat uns hier sehr, sehr gut gefallen, da es sehr abwechslungsreich war. Es gibt schoen Kolonialstaedte, Mayakultur, Vulkane zu beteigen, das Pazifische- und Karibisch Meer und sehr lebendige Indianertraditionen und noch vieles mehr!!!

 

Wir hoffen das wir in der letzten Woche unserer Reise, wir sind gerade in Panama, noch den Honduraseintrag fertig bekommen. Die anderen Laender werden wir dann nach und nach in Deutschland ins Netz stellen.

 

 

Wir freuen uns schone auf euch!

Bis dahin ganz viele liebe Gruesse

Korbi und Jule

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