Unser Sommer und Herbst in Canada
Nachdem Jule Anfang August in Vancouver
angekommen ist, sind wir eine Woche später für eine Woche
nach Vancouver Island gefahren. Mit unserem Leihwagen sind wir mit
der Fähre von Westvan (Abkürzung für Westvancouver)
erstmal nach Tofino und Ucluelet gefahren. Zwischen diesen beiden
kleinen Fischerdörfern liegt ein ca. 30 km langer Sandstrand
„Long Beach“. Wir haben die Tage dort mit wandern,
surfen, sonnenbaden und Bären beobachten verbracht und die
Abende mit Bier und BBQ ausklingen
lassen.

Long Beach!!!

Campground in Ucluelet. Die blaue Plane war unser Regenschutz da das Zelt ziemlicher Schrott war. Wir hatten es uns von Korbis Boss ausgeliehen der angeblich ein Profizelter ist, naja!!! Mussten uns daraufhin ein eigenes kaufen, aber glücklicherwese wollten unsere Campingnachbarn ihres loswerden.
Zweiter Stopp auf Vancouver Island war der Strathcona Park. Dieser liegt etwa in der Mitte von Van-Island. Anstelle von tollen Stränden und Küstenabschnitten hat die Landschaft hier unglaublich große, einsame Seen, tolle Regenwälder, wilde Flüsse und Wasserfälle zu bieten. Außer wandern, Kajak fahren und sich in eiskalten Flüssen waschen, da die Campgrounds nicht mit Duschen, sondern nur mit Plumpsklo und Wasserpumpe ausgestatten sind, haben wir hier nicht viel mehr unternommen. Natürlich auch hier BBQ, Wein und Bier um den Abend unter unserer blauen Plane ausklingen zu lassen.

Hier unser zweiter Zeltplatz mit neuem Zelt.


Nach einer Woche war der Urlaub dann auch schon wieder vorbei und die Pflichten haben uns zurück nach Vancouver gerufen. Für Korbi ging der Arbeitsalltag bei Houston Landscapes wieder los und für Jule hat ihre neue Arbeit als Lanscape Gardener in einer kleinen Firma mit dem Namen „The Garden Genie“ begonnen. Leider hat es mit einer Anstellung in einem Garden Design Büro nicht geklappt. So haben wir beide jetzt unseren ganz normalen Alltag und die Wochenenden bieten natürlich immer Zeit für Abwechslung.

Jean, Jule´s Boss, in the backyard.

Jeans Haus und Fuhrpark (v.r.n.l. Blacky, Van, Whity and Oneton). Hier ging es jeden morgen los zu den verschiedenen Clients.

Stephanie und ich nach getaner Arbeit.
Korbi hatte bei
Houston Landscapes eine super gute Zeit. Er hatte echt glück,
das er so eine professionelle Firma erwischt hat. Nicht alle
Landschaftsbaufirmen in Vancouver führen ihren Betrieb auf
professionelle Art und Weise. Die Firma hätte Korbi am
liebsten da behalten. Falls er nochmals zum Arbeiten nach Vancouver
kommt, hat er auf jeden Fall ne Stelle sicher! 

Hier ist Mike, Korbi´s Foreman, mit Lunchpaket.

Master of Disaster!

Hier nochmal Korbis schweißtreibender Arbeitsalltag...laute Maschinen, Steine schleppen, schaufeln...

Anfang September hat uns Korbi´s Dad und Harriet besucht, die mit einem riesigen RV (Recreation Vehicle = Wohnmobil) in Canadas Westen unterwegs waren. Am Ende ihrer Reise haben wir dann zu viert noch eine 3-Tagestour entlang des Fraser Rivers mit anschließendem Stopp in Whistler (eines der größten und beliebtesten Wintersport Gebiete in Canada, hier finden 2010 auch die Olympischen Spiele statt) unternommen.


Brücke über Fraser River.

Historische Brücke über Fraser River mit Harriet und Christoph.


On the Road picture: große farm mit rieeeeesigem Land drumherum, mitten im Nirgendwo.
Im September haben wir uns auf den Grouse Mountain (Vancouvers Hausberg, ca. 1230 m) gequält. Ist zwar keine lange Wanderung, aber dafür von Anfang an steil bergauf. Korbi vornweg…Jule hinterher!!! Eigentlich war geplant, dass wir mit dem Gleitschirm wieder runterfliegen, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt. Aufgeschoben heißt ja nicht Aufgehoben!!! Trotzdem war es die Wanderung wert. Oben auf dem Berg konnte man nämlich Grizzlybären und Wölfe (in Freigehegen) beobachten oder bei einer Greifvogelschau oder Lumberjack-Show zusehen.

Wie gesagt: Korbi war schon oben wärend Jule sich noch quälend den Berg hoch geschleppt hat. Ich habe es aber auch geschafft!!!



Der nächst Ausflug ging es an die „Sunshinecoast“ eine etwa 150 km lange Strecke im Norden von Vancouver die aber aufgrund ihrer viele Sonnenstunden ihm Jahr, da sie im Regenschatten von Van-Island liegt, als die Sonnenküste von British Columbia gilt. Da uns die Automieterei auf Dauer aber zu blöde war, dachten wir für unsere nächste Tour kann es dann auch mal was besseres sein.
Also haben wir
uns nen neues Spielzeug zugelegt: 

Sunshinecoast
An unserem viertägigen Trip an die Sunshinecoast Ende September konnte Korbi endlich seine neue Angel ausprobieren. Leider war das Glück nicht mit uns und so haben wir nur eine kleine Forelle an den Hacken bekommen, die wir auch gleich wieder ins Wasser zurückgelassen haben.

Korbi´s erster fisch an der Angel!!! Sollte aber nicht sein letzter sein. Später, wieder zurück in Vancouver, als wir noch mal unser Glück versucht haben, wurde der Fang nicht wieder zurück ins Wasser gelassen sondern kam auf den Esstisch!
Insgesamt haben wir uns an drei Seen versucht und diese beiden hier waren die zwei schönsten „Hammil Lake“ und „Ducklake“.

Hier der Hammil Lake mit Bergen im Hintergrund, einfach wunderschön und wir waren ganz alleine da. Ab und zu haben wir laut geklatscht oder gerufen, damit wir nicht auf dem Speiseteller eines Bären landen.

Aller Anfang ist schwer: Schnurr verheddert, ...

...Wasser zu flach (hier am Hammil Lake)!

Und das hier ist der „Duck Lake“…es war so schön ruhig dort!

Profiangler!!!

hihi!
Wir haben in zwei verschieden Unterkünften übernachten und beide waren super toll. Die erste Nacht haben wir es uns sehr gut gehen lassen und haben in einem B&B bei einem pensioniertem Ehepaar in Sechelt übernachtet. Das Zimmer war super, der Whirlpool im Garten einfach spitze, vor allem mit einer tollen Aussicht auf das Sechelt Inlet.

Das Haus…

…der Whirlpool und…

...die Aussicht.
Auf unserer Fahrt von Sechelt (Lower Sunshinecoast) nach Powel River (Upper Sunshinecoast) haben wir zwischendurch immer mal wieder gestoppt um wieder einen der tollen Seen zu bestaunen oder um die „Skookumchuk Narrows“ zu besichtigen. Das ist eine Meerenge, die sich bei jeder Ebbe und Flut in ein schäumendes Wildwasser verwandelt. Hier haben Kajakfahrer in den Wellen so richtig ihren Spaß.

Hier die Meerenge…

und hier schäumt es schon! War im Reiseführer alles etwas übertrieben sensationell beschrieben, aber trotzdem nett, denn der Wanderweg hat durch einen schönen kanadischen Regenwald geführt.

Um zu unserer zweiten Unterkunft in Powel River zu gelangen, mussten wir noch mal mit der Fähre fahren. Dabei sind diese Bilder bei der Überfahrt von der Lower Sunshinecoast zur Upper Sunshinecoast entstanden


Und hier unsere Unterkunft in Powel River.

Leider hat es mit dem Baumhaus nicht geklappt. Ist nicht available gewesen!!! Aber unser Häuschen war auch total gemütlich und „vielleicht“ nen bisschen komfortabler. Zumindest war Dusche, Klo und Küche nicht draußen. Aber unsere Hosts haben uns noch ihren Garten gezeigt und so ist dieses Foto entstanden. Wer übrigens mal an die Sunshinecoast fährt und in Powel River landet, sollte unbedingt in einem der „Boxwood Cottage Häuser“ übernachten (www.boxwoodcottage.com). Super Unterkunft und klasse Hosts!!!
Uns haben die vier Tage an der Sunshinecoast sehr gut gefallen, vor allem weil wir in der Nebensaison dort waren. Aber teilweise war dort einfach der Hund begraben und wenn man in die abgelegenen Örtchen fährt, reicht auch eine Tanksäule aus und wenn man Party machen will sollte man besser auch woanders hingehen.

Also wenn hier mal viel los sein sollte, muss man aber lange warten bis man dran ist.

Naja! Ob man hier nen kühles Bier bekommt?
Mit diesem Trip haben unsere kleinen Touren in die Umgebung von Vancouver auch leider schon ein Ende genommen. Wir haben im Oktober und November außer noch mal für ein Wochenende nach Seattle und einen Tagesausflug nach Victoria (Vancouver Island) keine größeren Touren mehr unternommen. Das lag zum einen daran, dass es uns einfach zu teuer war ständig ein Auto auszuleihen (wir hätten uns vielleicht von Anfang an ein Auto anschaffen sollen, dann wäre einiges leichter und billiger gewesen) und zum anderen, das Canada einfach so verdammt groß ist und man an einem Wochenende einfach nicht weit kommt. Aber Kohle sollte ja auch verdient werden und so hatten wir eben immer nur die Wochenenden um aus Vancouver raus zu kommen.

Seattle Skyline

Im Pub in Seattel mit Ingo, Jule´s Mitbewohner in Freising der uns im Oktober besucht hat. Hier hat es sogar Ayinger Bier gegeben.

„Ride the Duck“ amerikanische Stadtrundfahrt. Es war eher eine Rundfahrt mit nem Boot auf Straße und Wasser. Der Guide hat sich zu wechselnder Musik ständig andere Perücken angezogen. War zwar total albern aber auch zum totlachen.

Victoria Downtown. Hier gibt es überall bunte Häuser und verträumte Ecken.

The Parliament Building mit Korbi im Vordergrund. Viktoria ist Provinzregierung von British Columbia.

Das 1908 erbaute Empress Hotel.
Tja, uns so wären wir auch schon bei unseren letzten 3 Wochen hier in Canada angekommen. Wir haben beide nach der ersten Novemberwoche aufgehört zu arbeiten, um unsere Reise nach Mexico und Mittelamerika vorzubereiten. Und diese Zeit haben wir auch echt gebraucht! Unglaublich was es alles so vorzubereiten, zu beschaffen und zu organisieren gibt. Wir sind eben auch totale Neulinge was Rucksackreisen angeht. Wir sind wahrscheinlich „übergut“ ausgerüstet und vielleicht haben wir sogar zu viel Kram eingepackt…wir werden ja sehen!
Nun sind es nur noch 3 Tage und die Aufregung steigt!
Korbi geht es mittlerweile auch schon wieder besser. Er musste nämlich vor ein paar Tagen einen seiner Weisheitszähne ziehen lassen und ist ein paar Tage mit geschwollener Wange herumgelaufen. Aber so ne Suppendiät tut ja jedem gut! J
Also ihr Lieben, wir hoffe euch durch die Fotos ein bisschen Lust auf Canada gemacht zu haben. Uns hat es hier auf jeden Fall sehr, sehr gut gefallen und wir sind bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen.
Ganz viele liebe Grüße noch aus Vancouver an unsere Familien, Freunde und Besucher dieser Seite.
Jule und Korbi






























































































Hier war fast das ganze Dorf
versammelt. Seht ihr die Jule?






























Jule beim Spanischunterricht mit
Marcela, ihrer Lehrerin.












Erstarrte
Lava









Kaimane

Hier
unser kleiner Schuetzling...hoffentlich hat er Glueck und
waechst zu einer grossen Wasserschildkroete heran, die
mitlerweile vom Aussterben bedroht sind.





Fischer holen ihren Fang aus dem Netz.

























































































